Humankapital - Menschen als Träger von Qualifikation. Die Menschen können nicht ersetzt werden und werden ausgebildet. Für den einzelnen ist es trotzdem eine Investition in sich selbst und ein Mehrwert.
Bildungsschock - in den 60er Jahren, erstmal der Sputnikschock. Die Sovietunion ist überraschend plötzlich vorne. Im Westen (also auch in der BRD) wird überlegt, wie man den wisenschaftlichen Vorsprung im Westen wieder bekommen kann. Damit eine große Investition in die Bildung.
Buch über die deutsche Bildungskatastrophe von Bicht(?), breite Bildung für alle (Volksschule) aber noch keine Berufschulen zum Beispiel. Das Buch warnt, dass das Wirtschaftswunder bald vorbei sein wird, und der Schlüssel für weiteren Wohlstand liegt in der Bildung. Mehr Akademiker, mehr berufliche Ausbildung und weniger ungelernte in den Fabriken.
Arbeiterbildungsbewegung - der einzelne soll etwas davon haben, große Investition in die Menschen (Bücher, Bafög) und gleichzeitig soll die Wirtschaft etwas davon haben. Der Mensch ist kein Nutzvieh, auch benachteiligte Gruppen, auch Frauen. Befreiung durch Bildung.
In den 80er Jahren, Billiglohnländer entstehen, die Massenproduktion spielt in Deutschland nach und nach keine Rolle mehr, da wird dort überall geschlagen werden. Die Arbeitswelt wird immer angespannter. Man muss immer schneller immer größer auf individuelle Kundenwünsche reagieren. Man brauchte nun statt Wissen Qualifikationen. Der Bildungsapperat bringt nun ausgebildete Leute, aber die Wirtschaft braucht Leute an die sich die Anforderungen ständig ändern. Qualifikation war damit immer eine Dehumanisierung, da es wieder nur darum ging, die Person als belibieges Zahnrad einsetzen zu können.
In den 70er Jahren: Gastarbeiter übernehmen die "einfachen" Jobs, da ausgebildete/qualifizierte Kräfte ungern Müllmänner, Straßenfeger usw. zu werden. Zuerst kommen Italier und Griechen, und dann auf Druck der USA die Türken, die ihren NATO Partner finanzieren wollten. Ende der 70er Jahre bleiben dann viele der Gastarbeiter.
Man braucht anfang der 90er einen Wechsel weg von der Qualifikation zur Kompetenz, die wieder ganzheitlicher ist und wieder bezogen auf die Person. Ist das jetzt wieder nur eine Ausnutzung der Arbeitskraft, oder geht es wirklich um die Person.
Will man überhaupt sich bilden um seiner selbst Willen? Ist es nicht schön in der Selbstverschuldeten Unmündigkeit zu bleiben, Fernseh zu schauen, Fußball zu genießen